Galerieholländer-Windmühle in Logabirum. Fotos: Otmar Steinbicker

Niedersachsen

Mit Reisemobil, Fahrrad und Kanu Ostfriesland entdecken

Der beliebten Ferienregion im Nordwesten nähern wir uns über die Autobahn A 31, die gerne auch als „Ostfriesenspieß“ bezeichnet. Vom Ruhrgebiet aus führt sie durchs Münsterland und die ehemaligen Moore des Emslands nach Norden. Wir nehmen die letzte Ausfahrt vor der Ems und orientieren uns in Richtung Jemgum. Der Kirchturm, den wir im Vorbeifahren sehen, wirkt mit Kreuz und Schiff als Wetterfahne eher wie ein Leuchtturm. Das passt in dieses von der Schifffahrt und von der Auseinandersetzung mit dem Meer im Zuge der Landgewinnung geprägte Rheiderland. Aufgrund seiner etwas abgeschiedenen Lage zwischen Ems und der Meeresbucht Dollart und den angrenzenden Niederlanden hat es als „Endje van de Welt“ seine Eigenart über die Jahrhunderte bewahren können.

Idyllle in Ditzum

Erstes Ziel ist der kleine Fischerhafen Ditzum, ein idyllisches kleines Örtchen, das einst auf einer Warft, einem künstlich aufgeworfenen Hügel errichtet wurde, um Sturmfluten zu trotzen. Eine stolze Windmühle, eine romanische Kirche und auch hier ein Kirchturm in Form eines Leuchtturms bilden ein reizvolles Ensemble.

Ostfriesland

An der Steprather Mühle in Geldern-Walbeck. Fotos: Otmar Steinbicker

Nordrhein-Westfalen

Mit Reisemobil und Fahrrad den Niederrhein entdecken

Im Xantener Ortsteil Birten, am Fuße des Fürstenberges, hatten die Römer unter Kaiser Augustus im Jahre 15. v. Chr. ein großes Militärlager, Castra Vetera, errichtet. Von hier startete Varus seine verhängnisvolle Militärexpedition, die bekanntlich, im Teutoburger Wald mit der vernichtenden Niederlage gegen die Germanen des Arminius endete. Erhalten blieb aus dieser Zeit der ovale Erdwall des Amphitheaters, das einst rund 10.000 Zuschauern Platz bot. Heute nutzt eine Freilichtbühne in den Sommermonaten die historische Einrichtung.

Heute zieht es auch Reisemobilisten an den Fürstenberg. Der „WoMoPark“ großzügig angelegte Stellplatz für 70 Mobile bietet parzellierte Flächen von 60 bis 70 Quadratmetern.

Reportage

Das Torhaus von Schloss Steinfurt. Fotos: Otmar Steinbicker

Nordrhein-Westfalen

Mit Reisemobil und Fahrrad durchs Münsterland

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz nahe dem Schloss in Steinfurt heißt es „rauf aufs Rad“. Nirgends in Europa bieten sich Radwanderern so großartige Möglichkeiten wie im Münsterland. Ein Netz von fast 10.000 Kilometern radelbarer Wirtschaftswegen in der Parklandschaft zwischen Niederrhein, niederländischer Grenze und Teutoburger Wald wartet darauf, entdeckt zu werden. Hauptstrecken, wie die 2.000 km lange „100-Schlösser-Route“, sind auch für Einsteiger gut beschildert.

Reisemobilisten hat das Münsterland darüber hinaus noch ideale Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten: Zahlreiche Gemeinden stellen ruhige oft direkt an den Radwanderstrecken gelegene Parkplätze, kostenfrei zur Verfügung und in einigen Orten kann gegen eine Gebühr auch ordnungsgemäß entsorgt werden.

Reportage