Galerieholländer-Windmühle in Logabirum. Fotos: Otmar Steinbicker

Mit Reisemobil, Fahrrad und Kanu und Ostfriesland entdecken

Der beliebten Ferienregion im Nordwesten nähern wir uns über die Autobahn A 31, die gerne auch als „Ostfriesenspieß“ bezeichnet. Vom Ruhrgebiet aus führt sie durchs Münsterland und die ehemaligen Moore des Emslands nach Norden. Wir nehmen die letzte Ausfahrt vor der Ems und orientieren uns in Richtung Jemgum. Der Kirchturm, den wir im Vorbeifahren sehen, wirkt mit Kreuz und Schiff als Wetterfahne eher wie ein Leuchtturm. Das passt in dieses von der Schifffahrt und von der Auseinandersetzung mit dem Meer im Zuge der Landgewinnung geprägte Rheiderland. Aufgrund seiner etwas abgeschiedenen Lage zwischen Ems und der Meeresbucht Dollart und den angrenzenden Niederlanden hat es als „Endje van de Welt“ seine Eigenart über die Jahrhunderte bewahren können.

Idyllle in Ditzum

Erstes Ziel ist der kleine Fischerhafen Ditzum, ein idyllisches kleines Örtchen, das einst auf einer Warft, einem künstlich aufgeworfenen Hügel errichtet wurde, um Sturmfluten zu trotzen. Eine stolze Windmühle, eine romanische Kirche und auch hier ein Kirchturm in Form eines Leuchtturms bilden ein reizvolles Ensemble.

Ostfriesland

Am Strand in Arcachon. Fotos: Otmar Steinbicker

Frankreich

Mit dem Reisemobil rund um das Becken von Arcachon

Von Norden kommend, haben wir am Nachmittag in Andernos-les-Bains das Bassin d‘Arcachon erreicht und problemlos den gut ausgeschilderten Stellplatz am Port Ostréicole, dem Hafen der Austernzüchter gefunden. Wir haben Glück und können uns noch ein Plätzchen aussuchen, bevor sich allmählich der geräumige, für 55 Mobile ausgelegte Stellplatz füllt.

Das Bassin d‘Arcachon, wie das Becken von Arcachon im Französischen bezeichnet wird, gehört zu den wichtigsten und besten Austernzuchtgebieten Frankreichs und der Welt. Rund 350 Betriebe produzieren hier etwa 9000 Tonnen Austern pro Jahr.

Im Austernhafen von Andernos-les-Bains

Reportage

Ferme du Bois Bareirou – Zu Gast beim Gänsezüchter. Fotos: Otmar Steinbicker

Frankreich

Mit Reisemobil auf Entdeckungsreise ins Périgord

Bei Bergerac erreichen wir die historische Landschaft des Périgord, die sich über das heutige Département Dordogne erstreckt. Dass es hier ein wenig anders ist als in anderen französischen Regionen fällt uns bereits beim Besuch eines großen Supermarktes in der Peripherie von Bergerac auf. Hier gibt es in der Lebensmittelabteilung nicht nur die üblichen großen Fleisch- und Fischtheken, hier gibt es eine ebenso große Theke ausschließlich für Geflügelprodukte. Auch wenn sich Gänse- und Entenspezialitäten in ganz Südwestfrankreich großer Beliebtheit erfreuen, so schlägt doch im Périgord das Herz dieser Geflügelzucht.

In der Altstadt von Bergerac

Reportage

An der Steprather Mühle in Geldern-Walbeck. Fotos: Otmar Steinbicker

Nordrhein-Westfalen

Mit Reisemobil und Fahrrad den Niederrhein entdecken

Im Xantener Ortsteil Birten, am Fuße des Fürstenberges, hatten die Römer unter Kaiser Augustus im Jahre 15. v. Chr. ein großes Militärlager, Castra Vetera, errichtet. Von hier startete Varus seine verhängnisvolle Militärexpedition, die bekanntlich, im Teutoburger Wald mit der vernichtenden Niederlage gegen die Germanen des Arminius endete. Erhalten blieb aus dieser Zeit der ovale Erdwall des Amphitheaters, das einst rund 10.000 Zuschauern Platz bot. Heute nutzt eine Freilichtbühne in den Sommermonaten die historische Einrichtung.

Heute zieht es auch Reisemobilisten an den Fürstenberg. Der „WoMoPark“ großzügig angelegte Stellplatz für 70 Mobile bietet parzellierte Flächen von 60 bis 70 Quadratmetern.

Reportage

Das Torhaus von Schloss Steinfurt. Fotos: Otmar Steinbicker

Nordrhein-Westfalen

Mit Reisemobil und Fahrrad durchs Münsterland

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz nahe dem Schloss in Steinfurt heißt es „rauf aufs Rad“. Nirgends in Europa bieten sich Radwanderern so großartige Möglichkeiten wie im Münsterland. Ein Netz von fast 10.000 Kilometern radelbarer Wirtschaftswegen in der Parklandschaft zwischen Niederrhein, niederländischer Grenze und Teutoburger Wald wartet darauf, entdeckt zu werden. Hauptstrecken, wie die 2.000 km lange „100-Schlösser-Route“, sind auch für Einsteiger gut beschildert.

Reisemobilisten hat das Münsterland darüber hinaus noch ideale Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten: Zahlreiche Gemeinden stellen ruhige oft direkt an den Radwanderstrecken gelegene Parkplätze, kostenfrei zur Verfügung und in einigen Orten kann gegen eine Gebühr auch ordnungsgemäß entsorgt werden.

Reportage

In Barfleur auf der Halbinsel Cotentin. Fotos: Otmar Steinbicker

Normandie

Von der Alabasterküste zur Halbinsel Cotentin

Die Küste der Normandie bietet viele Reize. Die Landschaft wechselt von der malerischen Alabasterküste über die Strände der alliierten Invasion von 1944 bis zur Halbinsel Cotentin. Städte und Dörfer bieten architektonische Highlights von mittelalterlichem Fachwerk bis zur möndänen Seebäderarchitektur des 19. Jahrhunderts.

Auch für Gourmets gibt es eine Menge zu entdecken. Fisch und Meeresfrüchte bis hin zur lokalen Muschelsorte gehören dazu aber auch der Apfelschaumwein Cidre, der destillierte Calvados, leckere Bonbons und Gebäck.

Die Reportage macht Lust auf eine Entdeckungsreise und bietet darüber hinaus detaillierte Informationen zu 21 Stellplätzen entlang der Route.

Reportage

Am Strand von L'Herbe. Foto: Otmar Steinbicker

Aquitanien

Sommer, Sonne, Silberküste

Nach Aquitanien fährt man nicht nur der Strände wegen, sondern auch, um guten Wein zu genießen. Weingüter muss in einem weiten Kreis rund um Bordeaux niemand lange suchen. Wer die Hauptstraße verlässt und ein wenig durch die kleinen Dörfer zuckelt, findet schon bald einen Hinweis an der Straße und freundliche Winzer, die gern zu einer Weinprobe einladen.

Reportage

Béziers. Foto: Otmar Steinbicker

Okzitanien

Auf den Spuren der Katharer

Die Burgen der Katharer lagen fast uneinnehmbar auf den höchsten Bergspitzen. Jahrzehnte lang führte die Inquisition einen blutigen Krieg gegen die als Ketzer verrufene christliche Sekte

Reportage

Kirchweih in Saintes-Maries-de-la-mer. Foto: Otmar Steinbicker

Provence

Zur Kirchweih in die Camargue

Kirchweih in Les-Saintes-Maries-de-la-mer: Außerhalb der Hochsaison feiern die Gardians, die "Cowboys" der Camargue, im Juni ihr eigenes, mehrtägiges Fest, die fete votive, mit Umzügen, Reiterspielen und provenzalischem Stierkampf.

Den Unterschied zur organisierten Folklore für die Touristen spürt man schnell: Dieses Fest ist noch nicht kommerzialisiert. Otmar Steinbicker hat die fete votive besucht.

Reportage

Nancy: Neptunbrunnen an der Place Stanislas. Foto: Otmar Steinbicker

Lothringen

Kultur und grüne Seiten

"Vous êtes en Lorraine" - "Sie sind in Lothringen". Frankreichurlauber kennen dieses Autobahnschild von der Durchreise in Richtung Süden. Lothringen, diese Region ist für die meisten ein Synonym für eine krisengeschüttelte Stahlindustrie, für Dreck und Staub. Lothringens grüne Seiten dagegen gehören zu den wenigen Insidertipps im touristisch so erschlossenen Mitteleuropa.

Reportage