Sainte-Mère-Église

Die Puppe am Kirchturm erinnert an einen Fallschirmjäger bei der Invasion am 6.Juni 1944. Fotos: Otmar Steinbicker

Sainte-Mère-Église ist ein Touristenmagnet an der Invasionsküste der Normandie. Am frühen Morgen des 6. Juni 1944, dem ersten Tag der Invasion, landeten hier zwischen 14.000 und 15.000 US- Fallschirmjäger im Hinterland des Strandabschnitts Utah Beach. Der Ort war die erste befreite Gemeinde in Frankreich noch vor der Stadt Bayeux.

Historisch verbürgt ist das Schicksal des Fallschirmjägers John Steele, der mit seinem Fallschirm an einem der Ecktürme des Kirchturms hängen blieb und in dieser misslichen Lage zwei Stunden ausharren musste, während unter ihm auf dem Kirchplatz heftig gekämpft wurde. Steele geriet in deutsche Gefangenschaft, aus der er später fliehen konnte. Er starb am 16. Mai 1969, wenige Wochen vor dem 45. Jahrestag der Invasion.

Zum Gedenken an diese Szene, die auch im Film „Der längste Tag“ verarbeitet wurde, hängt heute am Kirchturm eine Puppe in Uniform an einem weißen Fallschirm. Im Innern der zeigt ein Fenster drei Fallschirmjäger gemeinsam mit der Gottesmutter.

Gegenüber der Kirche wurde 2009 das Airborne-Museum eröffnet, in dem viele Ausstellungsstücke die Luftlandung dokumentieren: ein Douglas C-47-Flugzeug, ein Lastensegler, Waffen, Abzeichen und Fotos.

Reisemobilstellplatz in Sainte-Mère-Église

Reisemobilstellplatz beim Supermarkt Super U

Reisemobilisten können kostenlos auf dem Parkplatz des Supermarktes Super U an der Route de Chef du Pont übernachten. Eine Entsorgungsstation befindet sich neben der Autowaschanlage neben dem Parkplatz.

Frischwasser oder Strom kosten 2 Euro, die in Münzen zu zahlen sind.

GPS-Koordinaten: 49°24’16.70“ Nord, 1°19’19.70“ West

Dezimal: 49.4044444, -1.3219444 West

Ein weiterer Übernachtungsplatz für 50 Mobile ohne Ent- und Versorgung befindet sich hinter dem Airborne-Museum. Die Parkgebühr beträgt von 9-18 Uhr 2 Euro und von 18-9 Uhr 8 Euro.

GPS-Koordinaten: 49°24’29“ Nord, 1°18’42.80“ West

Dezimal: 49.4080556 Nord, -1.3118888 West

Für die Besichtigung der Stadt gibt es auch eine Parkmöglichkeit an der Kirche.

Weitere Informationen: Office de Tourisme www.ot-baieducotentin.fr/s-informer/offices-de-tourisme/office-de-tourisme-sainte-mere-eglise/, E-Mail ot.sme@ccbdc.fr, Telefon 0033/ 2 33 21 00 33.

Benachbarte Stellplätze liegen im 10 Kilometer nordwestlich gelegenen Montebourg und im 9 Kilometer südwestlich gelegenen Sainte-Marie-du-Mont.


Normandie

Von der Alabasterküste zur Halbinsel Cotentin

In Barfleur auf der Halbinsel Cotentin. Fotos: Otmar Steinbicker

Die Küste der Normandie bietet viele Reize. Die Landschaft wechselt von der malerischen Alabasterküste über die Strände der alliierten Invasion von 1944 bis zur Halbinsel Cotentin. Städte und Dörfer bieten architektonische Highlights von mittelalterlichem Fachwerk bis zur möndänen Seebäderarchitektur des 19. Jahrhunderts.

Auch für Gourmets gibt es eine Menge zu entdecken. Fisch und Meeresfrüchte bis hin zur lokalen Muschelsorte gehören dazu aber auch der Apfelschaumwein Cidre, der destillierte Calvados, leckere Bonbons und Gebäck.

Die Reportage macht Lust auf eine Entdeckungsreise und bietet darüber hinaus detaillierte Informationen zu 21 Stellplätzen entlang der Route.

Reportage

Reisemobilstellplatz

Reisemobilstellplatz beim Supermarkt Super U

Übernachtung: frei, E+V: 2 €

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