Étretat

Der Brückenbogen Porte d’Aval mit der Felsnadel „Aiguille“. Fotos: Otmar Steinbicker

Bekannt und beliebt ist Étretat vor allem durch die steilen Felsklippen mit ihren außergewöhnlichen Felsformationen, die den Ort auf beiden Seiten umrahmen. Die Stadt ist mit einer Fülle von Hotels, Restaurants und Souvenirshops, aber auch mit Freizeit- und Sportangeboten ganz auf die zahlreichen Besucher eingestellt.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Étretat ein verschlafenes Fischerdorf, wo bis zu 30 Fischkutter am Strand festmachten. Pläne, ausgerechnet in Étretat einen Kriegshafen zu bauen, die von König François I. bis Napoleon Bonaparte immer wieder kursierten, wurden glücklicherweise nie verwirklicht. Als dann der Badetourismus in Mode kam, tat sich Étretat anfangs gegenüber Städten wie Trouville-sur-Mer, Dieppe oder Le Havre schwer, weil es hier im Unterschied zu den mondänen Seebädern lediglich einen Kiesstrand gab und keinen Sand. Erst als Claude Monet und Gustave Courbet die Kreideklippen von Étretat malten, setzte allmählich der internationale Tourismus ein.

Das beeindruckste Motiv ist der Brückenbogen Porte d’Aval (Elefantenrüssel), mit der 70 Meter hohen Felsnadel „Aiguille“, die von einem unterirdischen Fluss und maritimer Erosion aus dem Kreidegestein geformt wurden. Wer vom Strand in Étretat aus über den Treppenstieg die Klippen hinaufgestiegen ist, findet hinter der Porte d’Aval die noch etwas größere „Manneporte“.

Der Ortskern ist stark touristisch geprägt. Die schmucke Markthalle ist eine Rekonstruktion des ursprünglichen Holzbaus. Hier werden statt wie üblich frische Lebensmittel regionale Produkte, wie Cidre, Calvados und Pommeau sowie diverse Souvenirs angeboten. Nahe der Markthalle steht in der Hauptstraße das Manoir de la Salamandre. Dieses Gebäude wurde 1889 in Lisieux abgebaut und mit leichten Veränderungen in Étretat wiederaufgebaut, möglicherweise aber auch nur dem Haus in Lisieux nachempfunden. Die auffallende Dachmansarde gab es jedenfalls am alten Gebäude nicht.

Reisemobilstellplatz in Étretat

Einen Reisemobilstellplatz für 32 Mobile gibt es neben dem Camping Municipal in der Rue Guy de Maupassant, einen Kilometer östlich des Stadtzentrums. Der Untergrund ist teils asphaltiert, teils Wiese.

Die Parkgebühr beträgt für 24 Stunden 8 Euro, eine Stunde Strom oder 10 Minuten Frischwasser kosten weitere 2 Euro. Der Aufenthalt ist maximal 48 Stunden gestattet.

GPS-Koordinaten: 49°42’01.75“ Nord, 0°12’59.00“ Ost

Dezimal: 49.7004861 Nord, 0.2163888 Ost

Reisemobil-Parkplatz an der Route du Havre (D 940).

Eine Ausweichmöglichkeit für Parken sowie Ent- und Versorgung bietet sich an der Route du Havre (D 940) südlich des Ortes.

GPS-Koordinaten: 49°42’04.30 Nord, 0°11’58.80“ Ost

Dezimal: 49.7011944 Nord, 0.1996666 Ost

Weitere Informationen: Office du Tourisme d'Etretat, http://www.etretat.net, Telefon 0033/2 35 27 05 21

Benachbarte Stellplätze gibt es im 16 Kilometer nordöstlich gelegenen Fécamp und im 10 Kilometer südwestlich gelegenen Saint-Jouin-Bruneval.


Normandie

Von der Alabasterküste zur Halbinsel Cotentin

In Barfleur auf der Halbinsel Cotentin. Fotos: Otmar Steinbicker

Die Küste der Normandie bietet viele Reize. Die Landschaft wechselt von der malerischen Alabasterküste über die Strände der alliierten Invasion von 1944 bis zur Halbinsel Cotentin. Städte und Dörfer bieten architektonische Highlights von mittelalterlichem Fachwerk bis zur möndänen Seebäderarchitektur des 19. Jahrhunderts.

Auch für Gourmets gibt es eine Menge zu entdecken. Fisch und Meeresfrüchte bis hin zur lokalen Muschelsorte gehören dazu aber auch der Apfelschaumwein Cidre, der destillierte Calvados, leckere Bonbons und Gebäck.

Die Reportage macht Lust auf eine Entdeckungsreise und bietet darüber hinaus detaillierte Informationen zu 21 Stellplätzen entlang der Route.

Reportage

Reisemobilstellplätze

Route du Havre (D 940)

Camping Municipal

8 €, E+V.: 2 €

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